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Zertifizierungsverfahren

IGuKS Zertifikatsweg

Inklusion und alltagsintegrierte Sprachbildung dauerhaft im Alltag verankern – nicht als Wissen einzelner Fachkräfte, sondern als gemeinsame Haltung des ganzen Teams.

7

Bausteine

100 %

Team statt Einzelne

2 Jahre

Gültigkeit

Sprachbildung, die im Alltag ankommt

Viele Einrichtungen kennen das Problem: Eine Fachkraft lernt Gebärden- unterstützte Kommunikation in einer Fortbildung – und mit ihr verschwindet das Wissen wieder, sobald sie die Einrichtung verlässt. Der IGuKS-Zertifikatsweg geht einen anderen Weg: Er bildet das gesamte Team fort, statt eine entsandte Person, und verankert IGuKS in der Konzeption der Einrichtung. So entsteht eine gemeinsame inklusive Haltung, die Kommunikation, Sprachbildung und Teilhabe für alle Kinder unterstützt – unabhängig davon, wer im Team gerade Dienst hat.

Für wen das Verfahren gedacht ist

Kitas

Einrichtungen, die Sprachbildung zum Profil machen und sich sichtbar von anderen unterscheiden wollen.

Kindertagespflege

Tagespflegepersonen und Großtagespflegen, die inklusiv arbeiten und das nach außen zeigen möchten.

Frühförderstellen

Teams, die Kinder mit Unterstützungsbedarf begleiten und eine gemeinsame Methode brauchen.

Logopädie und Ergotherapie

Praxen, die GuK in die Therapie einbinden und Eltern verlässlich anleiten wollen.

Zertifiziert wird immer die einzelne Einrichtung, nicht der Träger – die Haltung entsteht dort, wo mit den Kindern gearbeitet wird. Träger mit mehreren Häusern lassen diese nacheinander oder parallel zertifizieren.

Der IGuKS-Zertifikatsweg: 7 Bausteine

Sieben Bausteine, die aufeinander aufbauen. Fortbildungen finden wahlweise via Zoom oder in Präsenz statt.

  1. 1

    Gemeinsamer Start

    Mit der Einrichtungsleitung stimmen wir den zeitlichen Rahmen und die Durchführung der einzelnen Bausteine individuell ab.

  2. 2

    Intensiv-Teamfortbildung: GuK 1 Grundlagen

    Das gesamte Team erhält eine fundierte Einführung in die Gebärden- unterstützte Kommunikation – Grundlagen, erste Gebärden, niedrigschwelliger Alltagseinsatz.

  3. 3

    Intensiv-Teamfortbildung: GuK 2 und GuK plus

    Aufbauend auf den Grundlagen vertieft das Team seine Kenntnisse, um GuK sicher und selbstverständlich in Alltag, Kommunikation und Sprachbildung einzusetzen.

  4. 4

    Konzeptionstag: Von GuK zu IGuKS

    Aus Wissen wird gelebte Praxis: die inklusive Haltung des Teams, Verankerung in der Konzeption, Zusammenarbeit mit Eltern und ein Elternabend werden vorbereitet.

  5. 5

    Vier individuelle Begleittermine

    In vier Terminen begleiten wir das Team bei der praktischen Umsetzung, reflektieren Erfahrungen und legen die nächsten Schritte fest.

  6. 6

    Dokumentation des Entwicklungsprozesses

    Die Einrichtung dokumentiert die praktische Umsetzung mit vereinbarten Nachweisen und Fotos – so wird sichtbar, wie IGuKS im Alltag verankert wird.

  7. 7

    Abschluss und Zertifizierung

    Nach erfolgreichem Abschluss erhält die Einrichtung das IGuKS-Zertifikat sowie eine Einrichtungsplakette für den Eingangs- oder Flurbereich.

Wie lange dauert es? Die Prozessdauer wird individuell vereinbart – passend zu Ausgangssituation, Größe und Entwicklungsgeschwindigkeit der Einrichtung.

Sichtbar nach außen

Nach erfolgreichem Abschluss erhält die Einrichtung das IGuKS-Zertifikat und eine Einrichtungsplakette für den Eingangs- oder Flurbereich. Mit Zertifikat und Plakette wird deutlich: Wir leben inklusive Kommunikation und alltagsintegrierte Sprachbildung.

Zusätzlich erhält die Einrichtung das IGuKS-Logo zur Nutzung auf der eigenen Website und in eigenen Unterlagen – und wird im Einrichtungsverzeichnis auf iguks.de geführt, in dem Eltern gezielt nach Einrichtungen mit Gebärden- unterstützter Kommunikation suchen.

Die IGuKS-Einrichtungsplakette

Rezertifizierung alle zwei Jahre

Das Zertifikat ist kein Abschluss, sondern ein Entwicklungsstand. Alle zwei Jahre schauen wir gemeinsam, wo die Einrichtung inzwischen steht: In einem Termin über Zoom besprechen wir die Entwicklung mit dem Leitungsteam, anhand von Dokumentationen und Fotos.

Der Grund ist praktisch: Teams verändern sich, Mitarbeitende kommen und gehen. Die Rezertifizierung stellt sicher, dass IGuKS in der Einrichtung lebendig bleibt und nicht mit einzelnen Personen verschwindet. Ohne Rezertifizierung verliert das Zertifikat seine Gültigkeit.

Leitfaden anfordern

Fordern Sie unseren ausführlichen Leitfaden zum IGuKS-Zertifikatsweg an. Wir schicken ihn Ihnen per E-Mail und melden uns anschließend, um Ihren individuellen Weg zur Zertifizierung zu besprechen.